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Armagh

Armagh – das irische Rom

Wie Rom wurde die nordirische Stadt Armagh im Südwesten von Belfast auf sieben Hügeln erbaut. Die Stadt ist seit 1500 Jahren das geistliche Zentrum Irlands. Aber auch viele Touristen zieht es nun nach Armagh. Die dazugehörige Grafschaft grenzt an den größten Binnensee Irlands, den Lough Neagh. Der Süden der Grafschaft gilt als Banditenland bzw. ehemaliges IRA-Nest. Dieser Ruf geht aber schon zurück auf die Zeit vor dem Bürgerkrieg. Mehr als 100 britische Soldaten wurden dort getötet.

In Armagh hat sich seit dem Bürgerkrieg einiges getan, obwohl man im Gegensatz zu Belfast und Derry länger brauchte, um sich davon zu erholen. Die Stadt legt Wert darauf, sich von ihrer guten Seite zu präsentieren. Viele Millionen sind in Neubauten und auch in verschiedene Museen geflossen.

Armagh – die Stadt mit den zwei Kathedralen

Armagh wurde in der Vergangenheit ordentlich gebeutelt. Gleich mehrfach brachen verheerende Feuer aus und kriegerische Auseinandersetzungen gab es ebenfalls genug. Davon sieht man heute nicht mehr viel. Das Stadtbild ist wieder freundlich und friedlich, und man spielt Bullet.

In Armagh gibt es zwei Kathedralen, die jeweils der Sitz des Bischofs der jeweiligen Glaubensrichtung sind, eine für die katholische Bevölkerung und zweite für die Anglikaner. Beide Kathedralen heißen St. Patrick’s Cathedral und stehen in Sichtweite voneinander. Der Nationalheilige Irlands, St. Patrick, wählte im Jahre 445 der Sage nach Armagh als künftigen Bischofssitz aus. In Armagh gedenkt man dem Nationalheiligen auch im Saint Patrick’s Trian Visitor Komplex, wo der geneigte Besucher eine Fülle an Informationen erfährt. Im nahegelegenen Downpatrick befindet sich der Sage nach das Grab des Nationalheiligen. Ein Tagesausflug dorthin ist durchaus lohnenswert.

Die anglikanische Kathedrale von Armagh wurde seit dem Jahr 445 insgesamt 17 Mal zerstört und wieder aufgebaut. Ursprünglich war auf diesem Standort lediglich eine steinerne Kirche zu sehen, aber im Laufe der Jahre und der Wiederaufbauten wurde der Bau immer wuchtiger. 1840 wurden die letzten Wiederaufbauten abgeschlossen. Im nördlichen Querschiff befindet sich auch das Grab von Brian Boru, dem legendären Hochkönig, der 1014 mit seinem Heer die Wikinger besiegte. Im Laufes dieses Kampfes starb er dann auch. Frühchristliche Relikte und Artefakte aus der Eisenzeit werden im Innenraum ausgestellt.

Die römisch-katholische Kirche wurde ab 1840 erbaut, die Fertigstellung verzögerte sich aber aufgrund des Todes des Bischofs, der den Bau in Auftrag gab. Nach einem Wechsel des Architekten konnte die Kathedrale dann 1873 fertiggestellt werden. Die anglikanische bzw. protestantische Kirche ist eher düster, die römisch-katholische wirkt dagegen aufgrund der vielen Buntglasfenster sehr hell und prächtig. Der Innenraum wurde, wo immer möglich, mit prachtvollen Mosaiken und italienischem Marmor geschmückt. Keltische und byzantinische Einflüsse sind sehr deutlich erkennbar. Man könnte beim Anblick dieser Kirche durchaus auf den Gedanken kommen, dass die katholische Kirche unter der Herrschaft der Briten durchaus nicht in dem Ausmaß unterdrückt wurde, wie man dort behauptet. Zu Füßen dieser Kathedrale wird täglich ein Markt namens The Shambles abgehalten. Die Public Library in der Nähe der Kathedralen hat einige sehr schöne alte Bücher u.a. aus dem 17. Jahrhundert zu bieten.

Sehenswürdigkeiten und Besichtigung

Durch das Zentrum verläuft die Straße The Mall. Fans der gregorianischen Zeit werden sich über eine Vielzahl an Häusern im gregorianischen Stil freuen. Viele dieser Häuser stammen vom namhaften Architekten Francis Johnson, der auch in Dublin sehr aktiv war. The Mall wurde in früheren Zeiten übrigens für Pferderennen genutzt. Am östlichen Ende von The Mall steht das County Museum, das interessante Exponate über die Stadt und die Grafschaft ausstellt. An das Museum ist eine kleine Kunstgalerie angeschlossen. Wer sich am nördlichen Ende von The Mall die Straße College Hill entlang nach Westen bewegt, erreicht nach einem kurzen Fußweg das Planetarium.

Im Süden der Stadt ist das Palace Stables Heritage Centre mit gregorianischen Bauten, zu denen der ehemalige Erzbischofspalast und die Primate’s Chapel gehören. Auch die Ruinen eines Franziskanerklosters befinden sich dort. Eine Ausstellung lässt den Besucher eintauchen in die Welt des 18. Jahrhunderts.

Das Planetarium ist ein absolutes Muss, vor allem für Familien mit Kindern. Seit 1791 gibt es im Ort ein Observatorium. Das Planetarium kam im Jahre 1968 dazu. Man wirbt mit dem Slogan „space shuttle feeling“. Außerdem können verschiedene Ausstellungen zu den Themen Astronomie und US-Raumfahrt besichtigt werden. Das Besucheraufkommen ist recht hoch, daher empfiehlt es sich, Tickets vorab telefonisch reservieren zu lassen.

Wer nach Armagh kommt, muss natürlich unbedingt die Tayto-Chips kosten. Zum Guinness werden diese traditionell in ganz Irland gereicht, aber die Fabrik steht in Armagh. Diese kann sogar besichtigt werden. Der interessierte Besucher kann nach Voranmeldung am Herstellungsprozess teilhaben und Kostproben werden natürlich auch gereicht.

Im Mai ist der Besuch von Armagh sehr empfehlenswert, der Besucher kann dann das Apple Blossom Festival miterleben. Jedes Jahr wird am ersten Wochenende des Monats die Apfelblüte gefeiert. Dass es dieses Fest gibt, erstaunt nicht, wenn man weiß, dass die Grafschaft Armagh auch gerne das Land der Apfelbäume genannt wird. Apfelkuchen erfreut sich in Irland großer Beliebtheit. Im Oktober feiert man dann im gleichen Stil das Fest der Apfelernte.

Von Armagh aus geht’s weiter

Meeresküsten wird man hier vergeblich suchen, aber die zahlreichen Seen der Grafschaft Armagh sind ein vollwertiger Ersatz. Außerdem kann sich das Auge an Hochmooren, Bergen und Hügeln erfreuen. Wanderfreunde sollten den Süden Armaghs erkunden. Die Gegend ist relativ einsam. Einwohner gibt es wenige und die Touristen haben die Landschaft ebenfalls bisher eher übersehen. Früher war diese Gegend IRA-Gebiet, doch das ist Vergangenheit. Die größte Ortschaft der Gegend ist Crossmaglen. Hier muss man sich aber erst auf die Touristen vorbereiten. Hotels sind bislang eher Mangelware. Der Berg Slieve Gullion ist knapp 600 m hoch und wird von vielen Sagen und Legenden umrankt. Der nahegelegene Slieve Gullion Forest Park mit rund 1000 ha ist ein landschaftlicher Hochgenuss. Im Zentrum befindet sich eine Ferienanlage.

Irland-Besucher, die von Armagh aus etwa 80 Kilometer nach Westen fahren, erreichen schließlich den Ferienort Enniskillen. Das Castle Coole und die Marble Arch Caves sind beliebte Touristenziele.
Lough Neagh, der größte irische See, Hillsborough, ein kleines Städtchen mit nur 2.400 Einwohnern und Navan Fort mit seinen prähistorischen Funden erreicht man von Armagh aus mit dem Auto sehr schnell. Der ehemalige Palast der Könige von Ulster in Navan Fort wurde dem Erdboden gleichgemacht. Ein Besucherzentrum lässt die Vergangenheit dennoch lebendig erscheinen.

 

 
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