Irland
 Irland:
 Startseite
 Rundreisen buchen
 Hotels buchen
 Ferienwohnungen
 Land & Leute
 Wetter & Reisezeit
 Übernachten
 Irland aktiv
 Reiseberichte
 Kultur
 Feiertage Festivals
 Reiseführer Karte
 Irland Rundreisen
 Irland mit Kindern
 Natur
 Sehenswertes:
 Irland Allgemein
 Prähistorisches
 Museen
 Kulturerbe
 Parks & Gärten
 Städte in Irland:
 Belfast
 Dublin
 Limerick
 Wexford
 Cork
 Derry
 Donegal
 Killarney
 Sligo
 Waterford
 Armagh
 Cobh
 Kilkenny
 Galway
 Regionen:
 Achill Island
 Dingle Peninsula
 Ring of Kerry
 Slieve League
 Wicklow Mountain
 Kulinarisches:
 Irische Küche
 Irischer Whiskey
 Bier - Guinness
 Irische Pubs
 Interaktiv:
 Kontakt
 Impressum
 Empfehlungen:
 
 
 
 

Dingle Peninsula

Die Dingle Peninsula ist der nördlichste der insgesamt fünf optisch an „Finger“ erinnernden Flecken Land, die sich von Kerry in Richtung Westen und ins Meer ausstrecken. Die traumhaften Buchten, eindrucksvollen Bergrücken und Klippen, das allgegenwärtige Grün in unzähligen Farbabstufungen, die Nebelschwaden, die das Gebiet manchmal ungeheuer romantisch verhüllen – das alles hat schon öfter Filmteams angelockt. Die Halbinsel gehört zur Gaeltacht-Gegend und bietet auch Ruinen keltischen und frühchristlichen Ursprungs. Die farbenprächtigen Fuchsienhecken sind allgegenwärtig.

Dingle Peninsula

Das Fischerdörfchen Dingle – da tut sich ordentlich was

Dingle war lange Zeit ein sehr verschlafenes Nest. Knapp über 1000 Einwohner und so gut wie keine Attraktionen. Der Film „Ryan’s Daughter“ von David Lean wurde hier gedreht und gibt einen großartigen Eindruck der Landschaft wieder. In den 1970ern fanden Touristen hauptsächlich Pubs vor. Angeblich sollen es damals mehr als 50 gewesen sein, was für die doch überschaubare Anzahl an Einwohnern sehr beachtlich ist. Restaurants waren hingegen Mangelware. Aus Cork kamen gelegentlich Touristen oder Kinder, die auf Wunsch ihrer Eltern ihre Kenntnisse der gälischen Sprache aufbessern sollten. Es gibt seit 1984 auch einen Delfin namens Fungi, der sich einen Spaß daraus macht, in der Bucht am Hafen mit Booten und Menschen zu spielen. Die Mutter von Fungi, die sich ebenfalls vor Dingle aufhielt, ist schon vor Jahren verstorben. Lange Zeit war Fungi die einzige Attraktion, die der Ort zu bieten hatte. In dieser Gegend sind Delfine eigentlich nicht selten, doch die wenigsten bleiben freiwillig in der Nähe von Menschen. Fungi zeigt sich ganz zuverlässig beinahe jeden Tag. Den Namen „Fungi“ findet man an vielen Ecken, Pubs und Restaurants werden gerne so genannt. Die Fischer verdienen sich ein kleines Zubrot, indem sie Touristen mit ihren Booten in die Nähe des „kleinen Pilzes“ oder „Pilzchens“ bringen. Delfine können zum Teil fast 40 Jahre alt werden, sodass Fungi Dingle hoffentlich noch eine Weile erhalten bleibt. Man hat aber auch schon vorgesorgt, für den Fall, dass Fungi eines Tages nicht mehr sein sollte. Mara Beo, ein sehr liebevoll aufgebautes Aquarium, das Erlebnismöglichkeiten mit Pädagogik prima verbindet, erfreut sich großen Zulaufs.

Inzwischen ist Dingle das Zentrum der kleinen Insel, sowohl was den Tourismus angeht, als auch im geschäftlichen Bereich. An festen Einwohnern gibt es zwar nur knapp 1500 doch die Stadt ist immer gut mit Touristen gefüllt. Neben den Individualtouristen hat die High Society Dingle für sich entdeckt. Julia Roberts und einige Angehörige des amerikanischen Kennedy-Clans sollen dort unter anderem schon gesichtet worden sein. Wem das alles zu hektisch ist, der kann auf die anderen Orte der Halbinsel ausweichen, dort ist es teilweise etwas ruhiger.

Die Halbinsel Dingle Peninsula

Der Ring of Kerry, eines der beliebtesten Touristenziele Irlands, gilt mittlerweile als viel zu überlaufen. Daher rückt die Dingle-Halbinsel immer mehr ins Zentrum der touristischen Aufmerksamkeit. Die Landschaft ist etwas zugänglicher als der doch eher schroffe Ring of Kerry. Ob das der 48 km langen Halbinsel mit den hübschen Sandstränden wirklich gut tut, muss sich erst noch zeigen.

Dingle Peninsula - Erkundung und Sehenswürdigkeiten

Zur Erkundung gibt es den ausgeschilderten Fernwanderweg. Dieser beginnt ab Tralee, einem modernen und lebhaften Städchen, in dem alljährlich die Wahl zur „Rose von Tralee“ stattfindet. Bei diesem Wettbewerb für Frauen geht es weniger um Schönheit, sondern eher um das Beherrschen typisch irischer Fertigkeiten wie zum Beispiel Tanz, Gesang und Eloquenz. Die Gewinnerin kann sich über hervorragende Chancen auf dem Heiratsmarkt freuen. Der Wettbewerb wird inzwischen nicht nur in Tralee abgehalten, sondern fast überall da, wo viele Iren zusammenkommen, natürlich auch bei den amerikanischen Iren.

Die erste Etappe des 178 km langen Dingle Way führt von Tralee aus nach Camp. Von dort aus geht es weiter über das Gebirge hinweg. Der O’Connor-Pass ist die mit 456 m höchste Passstraße in ganz Irland, die einen atemraubenden Rundblick ermöglicht. Die nächste Station ist dann das Örtchen Dingle, von dort aus kann man die Halbinsel weiter erkunden. Von Anascaul aus lässt sich aber auch die Panoramastraße befahren, die am Meer entlang an malerischen Wiesen und Mäuerchen vorbei nach Dingle führt.

Unbedingt ansehen sollte man sich das Dunbeg Fort in der Nähe von Dingle. An dieser Stelle wirft sich der Atlantik mit einer derartig großen Wucht gegen die Küste, dass das Fort aus dem Jahre 800 wohl früher oder später ins Meer stürzen wird. Nicht weit davon entfernt findet sich die Fahan Group. Das ist eine Ansammlung von Steinhütten, die früher Mönchen als Unterkunft dienten. Diese Hütten werden auch beehive huts – Bienenkorbhütten -oder clochans genannt. Auf der Insel gibt es allein zwischen Slea Head und Ventry mehr als 400 dieser Hütten. Für Archäologen ist die Insel ein magischer Anziehungspunkt, es locken über 2000 Megalithgräber, Bienenkorbhütten, Hochkreuze, Oratorien, Steinkreise, Ringforts und Ogham-Steine. Auch Slea Head, wo sich der Legende nach die Tochter der Sonne mit dem Gott des Meeres vermählte, zieht die Besucher durch die beeindruckende Kraft des Meeres, das gegen die Klippen prallt, unwiderstehlich an. Doch bei Flut oder zur Sturmzeit ist Vorsicht geboten, dann kann es dort ganz schön gefährlich werden.

Von dort aus geht es weiter nach Dunquin, wo sich Kruger’s, das westlichste Pub Irlands, befindet. Von Dingle oder wahlweise auch von Dunquin aus kann man zu den sieben Inseln, die die Gruppe der Blasket-Islands bilden, übersetzen. Great Blasket, die größte Insel der Gruppe war jahrhundertelang bewohnt. In den 1960er Jahren drängte die Regierung darauf, dass die Bewohner auf das Festland übersiedelten. Es gibt auf dieser kargen Insel nur verfallene Häuser und keinerlei Unterkünfte. Die Touristen sehen sich die Insel auch wegen der Vogelkolonien gerne an. Von Dunquin aus geht es über die Örtchen Ballyferriter, wo sich die Ruinen der alten Klostersiedlung Riasc befinden, und Smerwick, wo zu Wikingerzeiten ein schwungvoller Butter-Handel betrieben wurde und die Grundlagen für die berühmte irische Butter Kerrygold gelegt wurden, zurück nach Dingle. Die Küstenstraßen sind zu Regenzeiten oft überschwemmt, doch aufgrund der engen Straßenverhältnisse ist das Umkehren nahezu unmöglich.

Von Dingle aus geht’s weiter

Zurück zum Festland kommt man über Inch, das vor allem wegen seiner Naturschutzgebiete und der malerischen Sonnenuntergänge berühmt ist, nach Castlemaine. Das Schloss, das die ungeheuer malerischen Postkarten dieses Ortes ziert, existiert schon lange nicht mehr, zieht aber immer noch die Touristen an. Von dort aus erreicht man über die R 563 Killarney.


 
www.irland-tips.de 2008-2017 | Startseite | Seitenanfang