Irland
 Irland:
 Startseite
 Rundreisen buchen
 Hotels buchen
 Ferienwohnungen
 Land & Leute
 Wetter & Reisezeit
 Übernachten
 Irland aktiv
 Reiseberichte
 Kultur
 Feiertage Festivals
 Reiseführer Karte
 Irland Rundreisen
 Irland mit Kindern
 Natur
 Sehenswertes:
 Irland Allgemein
 Prähistorisches
 Museen
 Kulturerbe
 Parks & Gärten
 Städte in Irland:
 Belfast
 Dublin
 Limerick
 Wexford
 Cork
 Derry
 Donegal
 Killarney
 Sligo
 Waterford
 Armagh
 Cobh
 Kilkenny
 Galway
 Regionen:
 Achill Island
 Dingle Peninsula
 Ring of Kerry
 Slieve League
 Wicklow Mountain
 Kulinarisches:
 Irische Küche
 Irischer Whiskey
 Bier - Guinness
 Irische Pubs
 Interaktiv:
 Kontakt
 Impressum
 Empfehlungen:
 
 
 

Galway

Galway gilt als die Metropole der irischen Westküste und auch als heimliche Kulturhauptstadt der Insel. Hier wirkt Irland noch rauh und unverbraucht. Die alten Traditionen sind noch lebendig und das zeigt sich nicht nur an der Benutzung der gälischen Sprache. Galway wächst rapide und liegt auf Rang drei der größten Städte Irlands hinter Dublin und Cork.

Die Stadt liegt an der Westküste zwischen Limerick und Derry. Etwa 66.000 Menschen leben dort. Galway ist das Zentrum der Verwaltung und der Wirtschaft des umliegenden gleichnamigen County. Das Straßennetz um Galway herum ist sehr gut ausgebaut. Die Innenstadt zwischen dem Fluss Corrib und dem Stadt-Zentrum Eyre Square allerdings hat noch das mittelalterliche Straßennetz und das bremst den Verkehr ganz erheblich.

Die andere Seite Irlands

Sehenswürdigkeiten gibt es nicht allzu viele, aber das ist eher nebensächlich. Die Stadt ist auch so beeindruckend genug. Die kleinen alten Häuser, Pubs und Läden eignen sich prima, um daran vorbei zu flanieren. Galway ist ein Ort zum Verweilen und Wohlfühlen, aber ganz sicher keine Touristenhochburg. Die Stadt wird dominiert von den Studenten. Die zweisprachige Universität beherbergt über 10.000 Studierende. Aber auch ansonsten ist die Stadt sehr jung. Der Großteil der Bevölkerung ist unter 50 Jahre alt. Am Abend herrscht in der Stadt noch mehr Leben als sonst, die Musikszene in den Pubs ist eine der bekanntesten und beliebtesten in ganz Irland. Aber auch tagsüber zeigt sich Galway von seiner fröhlichen und bunten Seite. In den Straßen wird musiziert und man ist offenbar sehr kälteresistent. Auch im Herbst und Winter frönt man dem fast mediterranen Lebensgefühl und nimmt an den vor den Straßencafés aufgebauten Stühlen und Tischen Platz.
Das positive Lebensgefühl liegt nur zum Teil an den allgegenwärtigen Studenten. Schon seit dem 15. und 16. Jahrhundert, als Galway rege Handelsbeziehungen mit Frankreich, Spanien, Portugal und dem Baltikum unterhielt und dabei so richtig aufblühte, wurde viel Wein importiert. Jede Menge Seeleute verirrten sich nach Galway. Zum Teil sind sie geblieben und/oder trugen dazu bei, den Genpool zu erweitern, so dass die Mentalität in diesem Teil Irlands ein wenig südländisch geprägt ist.

Besichtigung und Sehenswürdigkeiten

Wer Galway besucht, sollte sich frühzeitig um Reservierungen kümmern. Vor allem im Juli sind die Hotelzimmer sehr knapp, denn zu dieser Zeit finden die Galway Races, Pferderennen, die sechs Tage dauern, statt. Im August lockt das Arts-Festival und im September das Austern-Festival.
Zwei Mal die Woche finden auf dem Greyhound Place Rennen mit Windhunden statt.

Die kleine Innenstadt von Galway ist recht überschaubar, daher bewegt man sich am besten zu Fuß. Parkplätze sind sowieso sehr schwer zu finden. Wer nicht auf sein Auto verzichten mag, kommt meist nicht darum herum ein Parkhaus anzusteuern. Das ist relativ teuer, aber das Auto steht sicher und die Parkzeit ist nicht begrenzt, wie das bei vielen anderen Parkplätzen der Fall ist.

Der Eyre Square ist das heutige Herz der Stadt, liegt aber nicht in der historisch gewachsenen Stadtmitte. Was einst eine wunderbare Grünanlage zu Ehren von John Fitzgerald Kennedy umgeben von vielen interessanten Entdeckungs- und Einkaufsmöglichkeiten war, wurde durch verschiedene Baumaßnahmen, die zum Teil etwas chaotisch abliefen, verändert und neu gestaltet. Es gab in diesem Zusammenhang auch den einen oder anderen handfesten Skandal. In den Pubs erfährt man dazu sicherlich eine Menge. Die Bewohner von Galway sind Besuchern gegenüber generell sehr aufgeschlossen. Auch am Hafen wurde viel gebaut und saniert.

Am Eyre Square und in den umliegenden Straßen kann man gut einkaufen. Das modernde Eyre Square Center bietet alles, was das Herz begehrt. Der Park wird bis heute für verschiedene Festivals und Konzerte genutzt. In der Cross Street und in der Quay Street findet sich die alternative Jugendszene. Gleich am Eyre Square ist auch die Filiale der Bank of Ireland, die auch die Stadtinsignien aus dem 16. Jahrhundert beherbergt. Das Eyre Square Shopping Centre verbindet auf gelungene Weise Moderne mit historischen Elementen, die alten Stadtmauern wurden in den Bau integriert. Nebenan ist die Touristeninformationsstelle. In Galway war die reiche Kaufmannsfamilie Lynch lange Zeit vorherrschend. Das im gotischen Stil erbaute Lynch’s Castle aus dem 16. Jahrhundert sowie das Lynch Memorial bei St. Nicholas erinnern an die Familie. Die Kirche St. Nicholas ist Nikolaus von St. Myra gewidmet, der als Schutzpatron der Seefahrer gilt. Gleich daneben führt die Salmon Wire Bridge über den Fluss Corrib.

Am Corrib ist noch der Spanish Arch mit dem Galway City Museum zu sehen. Dort werden Exponate zur Stadtgeschichte gezeigt. Wer den Corrib am Riverside Walk entlang folgt, kommt zur Galway Cathedral, die aus Kalkstein besteht. Auch das Court House ist dort sowie die Town Hall, die heute als Theater dient.

Westlich von Galway befindet sich der Badeort Salthill. Ursprünglich war Salthill unabhängig, aber mittlerweile wurde es als Vorort an Galway angegliedert. Der Sandstrand mit der breiten Uferpromenade findet bei Touristen und Bewohner regen Anklang. Der Fremdenverkehr in Salthill hat merklich zugenommen. Hier gibt es auch viele Hotels und Bed & Breakfasts. Vor allem im Sommer herrscht in Salthill reger Betrieb.

Beliebtestes Mitbringsel aus Galway ist übrigens der Claddagh-Ring, das traditionelle Schmuckstück der Frauen und Männer der Umgebung. Mit dem Ring kann man entweder Liebe und Verbundenheit zum Partner signalisieren oder auch, dass man noch nach einer Heimat für das eigene Herz sucht.

Von Galway aus geht’s weiter

Die Busverbindungen sind mehr als ausreichend, sodass man von Galway aus gut weiterreisen kann.

Connemara, das Hinterland von Galway, ist eine der schönsten Gegenden Irlands. Mit seinem kargen Ambiente, den Hügeln, Bergen, Seen und sogar Mooren ist es nicht nur für Touristen anziehend. Die ansonsten grüne Insel zeigt sich hier von einer ganz anderen Seite. Das Grün wird vom Braun der Moore und der Hügel und von den Schatten der grauen Berge überlagert. Der englischen Besatzungsmacht war das Land seit jeher suspekt. Gesetzlose und Schmugglerbanden und auch IRA-Anhänger waren dort sesshaft. Oliver Cromwell hatte im 17. Jahrhundert viele Iren nach Connemara vertreiben lassen. Die Landschaft mag unglaublich schön sein, aber das hat auch seine Schattenseiten. Das felsige Land eignet sich nicht für die Landwirtschaft. Daher war die Schafzucht lange das Einzige, was die Bewohner überleben ließ. Die Armut war ständiger Gast in diesem Teil Irlands. Die Gegend wird heute zunehmend durch die Erschließung zerstört. Ein Teil von Connemara ist nun zum Nationalpark umgewandelt worden, um die ursprüngliche Natur zu erhalten. Bis heute wird in dieser Gaeltacht-Gegend Gälisch, also Irisch gesprochen.
 

 

 


www.irland-tips.de 2008-2017 | Startseite | Seitenanfang