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Kilkenny

Kilkenny liegt im Südosten Irlands. Ungefähr 18.000 Einwohner leben hier. Im 14. Jahrhundert wurde in den Statuten von Kilkenny festgelegt, dass Ehen zwischen Iren und Anglo-Normannen illegal seien, doch dieses Verbot konnte sich natürlich nicht dauerhaft durchsetzen lassen.

Kilkenny – Marble City

Den Beinamen Marble City trägt Kilkenny aufgrund des schwarzen Kalksteins, Kilkenny Marmor genannt, der in der Nähe der Stadt gebrochen wird. In den Dunmore Caves, wie die Kalkhöhlen auch genannt werden, wurden in den 1970ern die Überreste von 1000 Menschen gefunden, die in der Zeit der Wikinger getötet wurden. Ein Monster namens Luchtigern soll in diesen Höhlen sein Unwesen getrieben haben. In den Höhlen werden immer wieder archäologische Ausgrabungen durchgeführt, die ganz erstaunliche Funde hervorbringen.

Die Stadt selbst ist ein Paradies für Historiker. Der Stadtkern von Kilkenny ist nahezu vollständig erhalten geblieben. Die vielen kleinen Gassen, slips genannt, wurden bei der Stadtsanierung liebevoll instand gesetzt. Vor allem im Sommer ist Kilkenny ein sehr beliebtes Touristenziel. Die Burg von Kilkenny sowie das in der Nähe gelegene Örtchen Rock of Cashel sind gerne gewählte Besichtigungsziele. Die Pubs und die Kunsthandwerker-Szene sind ebenfalls sehr verlockend. Im Winter wird es etwas ruhiger in der Stadt.

Sehenswürdigkeiten und Besichtigung

Die Tourist Information findet man in der Rose Inn Street. Dort starten auch mehrmals täglich die Stadtführungen von Tynan Walking Tours. Aber auch ohne Stadtführung kann man Kilkenny gut zu Fuß entdecken.

Sehenswert ist auf jeden Fall die Cathedral of St. Canice. Das ist die zweigrößte mittelalterliche Kathedrale Irlands. Die älteste Kathedrale ist die St. Patrick’ s Cathedral in Dublin. Die Cathedral of St. Canice wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Der 30 m hohe Rundturm, der ein Überrest aus dem 10. Jahrhundert ist, schenkt den Mutigen, die sich trauen, den Turm zu besteigen, einen atemraubenden Blick über die Stadt.

Kilkenny Castle war ursprünglich eine Burg der Normannen. Davon sind allerdings nur drei Rundtürme erhalten geblieben. Das Schloss, so wie es sich heute dem Besucher präsentiert, stammt aus dem 19. Jahrhundert. Der dazugehörige Garten lädt zu einem entspannenden Spaziergang ein. Ursprünglich befand sich das Schloss im Besitz der in Irland sehr bekannten Familie Butler. Diese schenkten es in den 1970ern der Stadt Kilkenny, die es ihrerseits an den Staat übergab.

Dem Schloss gegenüber befindet sich eine Anlaufstelle für Liebhaber des Kunsthandwerks. Die Kilkenny Design Workshops zeigen die Arbeitsweise verschiedener Kunsthandwerker. Natürlich kann man deren Erzeugnisse aus Glas, Keramik, Edelmetall, Wolle, Stoff und Holz kaufen. Das ehemalige Armenhaus im Tudorstil, Shee Almshouse, beherbergt heute die Tourist Information und die Ausstellung Cityscope. Hier kann man sich gründlich über die Geschichte der Stadt Kilkenny informieren.

The Tholsel, das Rathaus der Stadt, wurde im 18. Jahrhundert erbaut. Ein Brand in den 1980ern zerstörte den Großteil dieses historischen Gebäudes. Beim Wiederaufbau wurde viel Wert darauf gelegt, das Rathaus so originalgetreu wie möglich wieder auferstehen zu lassen. Ganz in der Nähe steht das angeblich älteste Gasthaus der Stadt aus dem 14. Jahrhundert. Kyteler’s Inn verfügt über einen beeindruckenden Innenhof, einen Gewölbekeller und zwei Brunnen. Der Besucher kann sich bei einem kühlen Getränk unter anderem die Geschichte der Hexe Alice Kyteler erzählen lassen, die angeblich ihre vier Ehemänner nacheinander ermordete. Der Hexenverbrennung entging sie durch Flucht.

Das gut erhaltene Rothe House diente im 16. Jahrhundert einem Kaufmann und seiner Familie mit insgesamt zwölf Kindern als Unterkunft und auch als Geschäftshaus. Heute bietet es genug Platz für die Kilkenny Archaeological Society, das Heimat- und Stadtmuseum. Rothe House besteht eigentlich aus drei hintereinanderliegenden Gebäuden im Tudorstil. Auch hier wurde mit viel Liebe zum Detail restauriert.

In der Nähe liegt die Greyfriars Church, die im 13. Jahrhundert von Franziskanern erbaut wurde. Der Chor des ursprünglichen Baus ist immer noch in einem guten Zustand. Auch ein Teil der Fenster stammt noch aus dieser Zeit. Die übrigen Gebäudeteile sind jüngeren Ursprungs. Die St. Francis Abbey Brewery gehörte vor langer Zeit ebenfalls den Franziskanern. Heute widmet man sich hier dem Brauen von Guinness, Budweiser und Kilkenny.

Den Gottesdienst kann man in der Black Abbey Church aus dem 13. Jahrhundert besuchen. Erbaut wurde die Kirche von den Dominikanern, deren schwarze Kutten der Kirche ihren Namen verliehen. Die St. Canice’s Cathedral, die ebenfalls im 13. Jahrhundert erbaut wurde, steht im Ruf, eine der schönsten Kathedralen Irlands zu sein. An ihrer Stelle standen vorher bereits zwei andere Kirchen. Im Laufe der Zeit musste die Kathedrale mehrfach restauriert werden, sodass ein Teil der Kathedrale wesentlich jünger ist. Die „Laterne Irlands“ steht am Ostufer des Nore. Diesen Namen trägt die St. John’s Priory wegen der vielen schönen Fenster, die das Licht aus der abendlich erleuchteten Kirche eindrucksvoll nach außen weitergeben.

Von Kilkenny aus geht’s weiter

Bus und Bahn fahren ab Kilkenny in alle Teile Irlands. Die Umgebung von Kilkenny bietet sich für Radtouren an. Die ca. 80 Kilometer lange Strecke von Kilkenny nach Jerpoint und zurück führt durch eine wunderbar malerische Landschaft. Unterwegs fährt man an Kirchen- und Abteiruinen, Rundtürmen, pittoresken Friedhöfen und dem Jerpoint Glass Studio vorbei. Auch Kunsthandwerk kann man unterwegs bestaunen. Die Tourist Informationen von Kilkenny verteilt gerne das entsprechende Kartenmaterial.

In der Nähe von Kilkenny liegt die Ortschaft Rock of Cashel. Auf diesem Kalksteinfelsen stehen verschiedene mittelalterliche Bauten und Ruinen, die in ihrer Gesamtheit europaweit als das schönste mittelalterliche Ensemble gelten. Die Könige von Munster residierten dort bis in das 12. Jahrhundert hinein. Danach wurde der Ort ein geistiges Zentrum. Im 18. Jahrhundert gab der protestantische Erzbischof die Kirche auf und verließ den Ort. Heute leben dort etwa 2.800 Menschen, die sich über den steten Zustrom von Touristen, der ihren Lebensunterhalt sichert, freuen.

Inistioge, ein Dorf mit knapp 300 Einwohnern in der Nähe der Stadt, zieht die Filmteams und die Touristen magisch an. Die Gegend mit den mittelalterlichen Ruinen und dem verwilderten Schlosspark ist einfach malerisch. Außerdem ist der Apfelkuchen, den das örtliche Café serviert, ein echter Leckerbissen.


 
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